How to explain to my parents what I do?

Erstes Semester in der Architektur, elf Wochen Studium sind vergangen, Weihnachten steht vor der Tür. Es heißt, wieder eintauchen in das Zuhause, das man (zumeist) erst drei Monate vorher verlassen hat. Wie nun erklärt man den Eltern am besten, was man studiert, was das bedeutet und verändert (oder auch: wozu die Studiengebühren…)?

Die Krippe ist der gewohnheitsmäßige und doch meist recht unbeachtete Mittelpunkt unter dem Weihnachtsbaum. Raus mit dem Haus, Maria, Josef, Ochs und Esel, die Krippe und das heilige Kind hinein in den Raumspeicher aus Entwerfen I, ein Bild an die Professoren Prödl und Emminger. Mal sehen, ob die Eltern das wohl merken?

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2012, ab dem 16. Januar 2013 läuft die Abstimmung, am 24. Januar 2013 veröffentlichen wir die Ergebnisse im Anschluss an die Präsentation des BAR1 im Entwerfen und vergeben den Preis der besten Krippe. Guten Rutsch!

Dom zu Augsburg, Weihnachten 2012
Dom zu Augsburg, Weihnachten 2012
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Entwerfen und der Nikolaus

2012W BA1EN Korrektur NikolausNikolaus an der HS.R ARCH.

Am 6. Dezember 2012 hat es im Entwerfen nicht allein vor Zwischenraumspeichern nur so gewimmelt, auch Nikoläuse gab es fast inflationär. Vermummt im Seminaristischen Unterricht bis hin zu offen geschenkfreudig in den Korrekturen: überall tauchten sie auf.

Es stellt sich die Frage: warum tragen Sie alle rote Mützen mit weißem Rand und weißem Bommel?

BA Konstruieren I Zwischenpräsentation

Raum  und  Konstruktion.

20 Gruppen, viel Neues auch für die Lehrenden Prof. Joachim Wienbreyer, DI Wolfgang Brandl, Prof. Andreas Emminger (alle Architektur) und Prof. Matthew Burger (Industriedesign). Ob es nun ein räumliches Konzept, einen Knotenpunkt, eine Schichtung oder Fügung betraf: die Studierenden zeigten bei der Zwischenpräsentation zum Cabanon im Fach Konstruieren I Einfallsreichtum, großen Einsatzwillen und Stehvermögen, wenn es um die Fragen der Lehrenden nach Konzept und Konstruktion ging. Nach zehn Wochen Studium entwickelten sich lebhafte Diskussionen bei großer Beteiligung des gesamten ersten Semesters. Doch auch die Frage, was denn die Lehrenden nun von ihnen erwarten würden, beschäftigte einige der Studierenden sichtlich. Das ist ein immer wieder festzustellendes Moment: der Wechsel vom schulischen System an die Hochschule bringt durchaus auch Verunsicherung bei den Studierenden die Erwartungshaltung der Lehrenden betreffend mit sich.

Und doch ist es „seltsam anders“: die Lehrenden stellen keine Fragen, auf die sie die Antworten bereits wissen…

Denn wie schreibt doch der Schweizer Architekt Peter Zumthor in seinem Buch „Architektur denken“ auf S. 65 unter dem Kapitel >Architektur lehren, Architektur lernen<: „Junge Menschen kommen an die Universität, wollen Architekten oder Architektinnen werden, wollen herausfinden, ob sie das Zeug dazu haben. Was vermittelt man ihnen zuerst? Zunächst ist ihnen zu erklären, dass kein Lehrer vor ihnen steht, der Fragen auf die er die Antwort schon im Voraus weiss. Architektur machen heisst, sich selber Fragen stellen, heisst, die eigene Antwort mit Unterstützung der Lehrer annähern, einkreisen, finden. Immer wieder.“

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2012W MA3_2 Entwerfen im Kontext

Venedig!

Eigentlich ging es für die Masterstudierenden um die Teilnahme am Lighthouse Competition 2013. Doch die diesjährige Aufgabenstellung versucht sich zwar an der Thematisierung des Übergang in das dichte Gefüge Venedigs, jedoch unter Voraussetzungen, die einem Entwurf im Master 3 nicht gerecht werden. Die szenische Aufarbeitung der Orte um Piazzale Roma und den Bahnhof unterliegt angesichts der Wahl der Mittel und des angedachten Zwecks. Zu plakativ und doch, bei eingehender Recherche, von einer unglaublichen Komplexität. Es mag als Grundlage dienen können.

Also entwickeln wir ein zusätzliches Programm als Schnittstellenfunktion im territorialen Sinn, das die Themen Anlaufstelle, Schaufenster, Grundversorgung, Fern- und Nahverkehr sowie des komplexen italienischen Polizeiwesen am Übergang zwischen Provinz und Stadt, zwischen Land und Wasser kombiniert. Der szenische Ansatz bleibt erhalten, er wird ergänzt um das architektonische Programm, ohne dabei die Architektur zum Allheilmittel zu deklarieren und ihr allein die Lösung des Problems eines Ankommens im vermeintlichen „Hinterhof“ aufzuerlegen.

Ist Piazzale Roma wirklich ein Hinterhof und der Markusplatz eine geeignete „Gegendarstellung“ in Form eines Synonyms für den Übergang zwischen dem terrestrischen und dem maritimen System? Bei längerem Nachsinnen und Graben in den verschütteten Erinnerungen an das eigene Studium in Venedig drängt sich der Gedanke auf, dass der Vergleich allein aufgrund der zeitlichen Schichtung beider Orte unzulässig ist. Gleichzeitig wird schnell klar, wie ungemein schwer die Formulierung einer derartigen Aufgabenstellung fällt. Schließlich ist schon das Ergebnis eines vorausgegangenen Wettbewerbs  „Una porta per Venezia“ eine äußerst fragwürdige Angelegenheit, betrachtet man die Zusammenhänge zwischen Architektur und Kontext. Die konsequente Negation sowohl der ursprünglichen Prägung des maritimen Areals im Vorfeld von Piazzale Roma wie auch des städtebaulichen Kontexts Venedigs, in Verbindung mit dem seltsam unbeholfen wirkenden neo-modernen architektonischen Vokabular des zur Realisierung anstehenden Entwurfs lassen nichts Gutes für den zukünftigen Auftakt an dieser Stelle erahnen.

Statt eines sensiblen Umgangs mit einer sukzessiven Erweiterung und Transformation des Stadtgefüges, man betrachte nur neue Projekte von Cino Zucchi oder etwa den Wettbewerb zur Erweiterung des Friedhofs San Michele, also eine Art architektonisches Manifest von Vorgestern. Ist das Sehnsucht, und wenn ja, nach was?

Das laufende Mastersemester, der Lighthouse Competition 2013 und die Rückschau auf vorausgegangene Transformationsprojekte in Venedig lassen mehr als genug Raum, um über das Thema der HS.R ARCH und ihres Master in der Architektur zu diskutieren: Architektur und Kontext.

Hochschulöffentliche Präsentation der Projekte am 30. Januar 2013 in der Halle A.

Kritik mit: Prof. Dr.-Ing. Rudolf Hierl, Prof. Andreas Emminger, Prof. Erich Prödl (Gastkritik „Architektur und Kontext“)

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2012W Wahlpflichtfach „Geld statt Gott“

Geld statt Gott.

„Im November 1947 aber, als ich gerade in Berlin war, ereilte mich telefonische Nachricht: Der „Weltrat der Kirchen in Genf“, „Lutheran World Federation“, „Evangelical and Reformed Church“, „Presbyterian Church“ und „Schweizer Hilfswerk“ haben 40 Notkirchen, 40 mal 10 000 $ gestiftet. Grosse Erfüllung! … Diejenigen, die mir die Nachricht meldeten, erwarteten wohl, ich würde laut aufjubeln. Und ich dachte eigentlich selbst, ich müßte es tun. Aber ich verstummte, ging auf die Straße und wanderte stundenlang durch die Trümmerfelder, wie ein Besessener, wie ein Verurteilter. … Wird es 40, ach nein: wird es 10, oder auch nur 5 solcher Not-Gemeinden geben? Wenn nicht, so will und muß ich den wunderbaren Auftrag in die Hände der großmütigen Stifter zurücklegen. … Und so fing ich an, von Bauort zu Bauort zu fahren, die Bauplätze, das Material und die Mittel zu prüfen – und die Bereitschaft der Gemeinden. Auch den Zustand der Ruinen, denn oft lassen die Elemente der Notkirche sich merkwürdig einfügen. … Darum bauen wir Notkirchen.“

– Otto Bartning: Warum Notkirchen. Abgerufen am 2. Oktober 2012.

Das Wahlpflichtfach setzt sich mit dem baukulturellen Erbe der Nachkriegskirchen in Bayern am Beispiel zweier Kirchen des Architekten Olaf Andreas Gulbransson (1916 – 1961) auseinander: St. Lukas/ Kehlheim-Bauernsiedlung und St. Markus/ Kehlheim-Affeckingen. Neben der Erfassung und Dokumentation beider Kirchen in Plänen und Modell entwickeln die Studierenden Konzepte einer (bau-)künstlerischen Auseinandersetzung mit den Kirchenbauten.

mit Prof. Joachim Wienbreyer

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2012W BA Konstruieren I

Wie viel Raum brauchen Sie?

Charles-Edouard Jeanneret alias „Le Corbusier“ hat seinem Bedürfnis der Reduktion auf das Notwendige durch den Bau seines Cabanon in Roquebrune am Cap Saint Martin 1952 Rechnung getragen und sein eigenes Maßsystem an sich selbst ausprobiert. Der israelische Künstler Meir Eshel alias „Absalon“ ist noch einen Schritt weitergegangen. Er hat nicht nur die Mindestmaße seines eigenen Platzbedarfs im Wohnen und Arbeiten in seinen Raumzellen angewandt, sondern jeder Funktion eine eigene Zelle zugewiesen und diese gedanklich auf die unterschiedlichen Standorte seines Lebens aufgeteilt.

Die Studierenden konzipieren gruppenweise auf der Grundlage der Ermittlung ihrer eigenen (Raum-) Bedürfnisse Module zu den Themen des studentischen Arbeitens, der Zusammenkunft und des Ruhens. Die Raumzellen einer Gruppe können in einer räumlichen Einheit zusammengefasst, miteinander verbunden oder auch getrennt entworfen werden. Jedenfalls soll eine gemeinsame konzeptionelle und konstruktive Herangehensweise an allen Raumzellen einer Gruppe ablesbar sein. Als Material zur Realisierung stehen den Studierenden ausschließlich Holzbretter mit einer Stärke von 24mm in Breiten zwischen 80 und 160 mm bei einer maximalen Länge von 5.000 mm zur Verfügung. Entwurf und Konstruktion sind untrennbare miteinander verbunden, das Material beeinflusst die Fügung.

Eine erste Entdeckungsreise in die Welt des Konstruierens, zu Studienbeginn.

mit Prof. Joachim Wienbreyer, DI Wolfgang Brandl/ Bachelor Architektur, Prof. Dr. Susan Dräger, DI Tobias Saller/ Bachelor Gebäudeklimatik und Prof. Matthew Burger/ Bachelor Industriedesign

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2012W BA Entwerfen I

Zwischenraumspeicher.

Ausgehend von Stadtspaziergängen in der Altstadt von Regensburg und zeichnerischen Notationen des Stadtraumes soll ein entwurfliches Konzept für zuerst ein raumhaltiges Gebilde und danach ein Raum eines ganz bestimmten, auf den Menschen bezogenen Maßstabs, entwickelt werden. In diesem Prozess werden architekturrelevante Themen wie Ebenen, Volumen, Struktur und Raum bearbeitet.
Begleitet werden die Übungen von wöchentlich stattfindenden Vorlesungen, in welchen die angesprochenen Themen theoretisch bearbeitet werden.

mit Prof. Erich Prödl/ Bachelor Architektur und Prof. Matthew Burger/ Bachelor Industriedesign

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