Schreiben

bleibt wohl derzeit weiter Wunschdenken. Das Dekanat ist keine Teilzeitsache, wie es der Gesetzgeber mit acht Entlastungsstunden suggeriert. Es fordert und fordert und fordert, saugt gierig wie ein trockener Schwamm jeden Tropfen Idee und Handeln auf, verlangt nach mehr. Ich habe schon große Mühe, die Lehre hochzuhalten, das, was mir so sehr am Herzen liegt. Da möchte ich nicht um des bloßen Geschriebenen, um der scheinbaren Aktualität und des Manifestes irgendeiner Aktivität willen Beiträge auf dieser Seite verfassen.

Es gäbe viel zu berichten: von motivierenden Entwicklungsgesprächen, dem wachsenden Neubauvorhaben, den ersten Eindrücken neuer, sichtbarer Lehre in unseren Fluren und Räumen, von der Eröffnung der Jahresausstellung und von der Kooperation mit Passau, dem Zusammenfinden zweier Disziplinen. Es gäbe viel zu erzählen von Studierenden, die einen jeden Tag auf’s Neue überraschen und so überdeutlich zeigen, dass es gut ist, wenn man sich kümmert, nachdenkt, weitermacht. Doch die Worte zu finden fällt sehr schwer, denn ich verbrauche so viele jeden Tag, dass nichts mehr übrig ist, am Abend, außer Leere. Leere, die sich so übervoll anfühlt, dass der Schädel sie kaum zu beinhalten vermag.

Deshalb, geneigte Besucherinnen und Besucher, Geduld. Es wird schon werden, mit der Teilhabe am Geschehen, die Worte und Bilder liegen ja da, bereit, geschrieben und gezeichnet zu werden.

 Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieser Zeilen eine schöne, stille Zeit und eine gute Vorbereitung auf das neue Jahr, mit blauem Himmel, Winterhimmel.

  

Veröffentlicht in Lehre