„Kasbah (arabisch ‏‫قصبة‬‎, DMG qaṣba) ist in der ursprünglichen Bedeutung die arabische Bezeichnung für eine Zitadelle. Diese Bezeichnung ist vor allem in den Maghreb-Staaten üblich. Man bezeichnet die Festungen oder Burgen der historischen Altstädte (etwa in Algier oder Sousse) als Kasbahs. Insbesondere in Algier wurde der Begriff auf die gesamte Altstadt übertragen, die 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.‬

In Marokko dagegen wird eine , oft durch Mauern abgegrenzte Burg- oder Festungsanlage innerhalb der Medina (Altstadt) als Kasbah bezeichnet; oft war dies der Aufenthaltsort des Gouverneurs oder aber des Königs bei seinen Aufenthalten in der Stadt (Tanger, Chefchaouen, Fès, Marrakesch).

Darüber hinaus wird in Marokko die Bezeichnung Kasbah auch für Festungsanlagen außerhalb von Städten, vor allem im Atlasgebirge gebraucht. Diese wurden von den Herrschern zur Kontrolle der Küsten und des Hinterlandes mit den hier ansässigen und stets unruhigen Berberstämmen errichtet.“ Quelle: Wikipedia

In diesem Semester bauen wir eine Kasbah, eine dichte urbane Struktur, die von der Spannung zwischen dichter Bebauung, engen Gassenräumen und offenen Plätzen bestimmt wird. Kleinste Einheit und damit Ausgangspunkt dieses Stadtmoduls ist das vorwiegend nach innen orientierte Haus, als zwei-. drei- oder viergeschossige Einheit. In Abhängigkeit von seiner Lage innerhalb der Bebauung verlangt jedes Haus eine besondere Aufschließung der Räume, eine besondere Orientierung und Belichtung.

Anhand dieser Kasbah werden wir uns in diesem Semester mit unterschiedlichen Fragestellungen auseinandersetzen:

mit Fragen der Gemeinschaft, der Öffentlichkeit und der Privatheit

– des Ortes und seinen Auswirkungen

– des Raumes , seiner Organisation, seiner Orientierung und Belichtung

– der Fantasie und der Relevanz

– der Methoden und Werkzeuge.

mit Prof. Erich Prödl/ Professur für Entwerfen und Konstruieren im Kontext

 

> Ablauf

Die Aufgabenstellungen werden Zug um Zug nach der Ausgabe der Teilschritte eingestellt…