Raum  und  Konstruktion.

20 Gruppen, viel Neues auch für die Lehrenden Prof. Joachim Wienbreyer, DI Wolfgang Brandl, Prof. Andreas Emminger (alle Architektur) und Prof. Matthew Burger (Industriedesign). Ob es nun ein räumliches Konzept, einen Knotenpunkt, eine Schichtung oder Fügung betraf: die Studierenden zeigten bei der Zwischenpräsentation zum Cabanon im Fach Konstruieren I Einfallsreichtum, großen Einsatzwillen und Stehvermögen, wenn es um die Fragen der Lehrenden nach Konzept und Konstruktion ging. Nach zehn Wochen Studium entwickelten sich lebhafte Diskussionen bei großer Beteiligung des gesamten ersten Semesters. Doch auch die Frage, was denn die Lehrenden nun von ihnen erwarten würden, beschäftigte einige der Studierenden sichtlich. Das ist ein immer wieder festzustellendes Moment: der Wechsel vom schulischen System an die Hochschule bringt durchaus auch Verunsicherung bei den Studierenden die Erwartungshaltung der Lehrenden betreffend mit sich.

Und doch ist es „seltsam anders“: die Lehrenden stellen keine Fragen, auf die sie die Antworten bereits wissen…

Denn wie schreibt doch der Schweizer Architekt Peter Zumthor in seinem Buch „Architektur denken“ auf S. 65 unter dem Kapitel >Architektur lehren, Architektur lernen<: „Junge Menschen kommen an die Universität, wollen Architekten oder Architektinnen werden, wollen herausfinden, ob sie das Zeug dazu haben. Was vermittelt man ihnen zuerst? Zunächst ist ihnen zu erklären, dass kein Lehrer vor ihnen steht, der Fragen auf die er die Antwort schon im Voraus weiss. Architektur machen heisst, sich selber Fragen stellen, heisst, die eigene Antwort mit Unterstützung der Lehrer annähern, einkreisen, finden. Immer wieder.“