Wie viel Raum brauchen Sie?

Charles-Edouard Jeanneret alias „Le Corbusier“ hat seinem Bedürfnis der Reduktion auf das Notwendige durch den Bau seines Cabanon in Roquebrune am Cap Saint Martin 1952 Rechnung getragen und sein eigenes Maßsystem an sich selbst ausprobiert. Der israelische Künstler Meir Eshel alias „Absalon“ ist noch einen Schritt weitergegangen. Er hat nicht nur die Mindestmaße seines eigenen Platzbedarfs im Wohnen und Arbeiten in seinen Raumzellen angewandt, sondern jeder Funktion eine eigene Zelle zugewiesen und diese gedanklich auf die unterschiedlichen Standorte seines Lebens aufgeteilt.

Die Studierenden konzipieren gruppenweise auf der Grundlage der Ermittlung ihrer eigenen (Raum-) Bedürfnisse Module zu den Themen des studentischen Arbeitens, der Zusammenkunft und des Ruhens. Die Raumzellen einer Gruppe können in einer räumlichen Einheit zusammengefasst, miteinander verbunden oder auch getrennt entworfen werden. Jedenfalls soll eine gemeinsame konzeptionelle und konstruktive Herangehensweise an allen Raumzellen einer Gruppe ablesbar sein. Als Material zur Realisierung stehen den Studierenden ausschließlich Holzbretter mit einer Stärke von 24mm in Breiten zwischen 80 und 160 mm bei einer maximalen Länge von 5.000 mm zur Verfügung. Entwurf und Konstruktion sind untrennbare miteinander verbunden, das Material beeinflusst die Fügung.

Eine erste Entdeckungsreise in die Welt des Konstruierens, zu Studienbeginn.

mit Prof. Joachim Wienbreyer, DI Wolfgang Brandl/ Bachelor Architektur, Prof. Dr. Susan Dräger, DI Tobias Saller/ Bachelor Gebäudeklimatik und Prof. Matthew Burger/ Bachelor Industriedesign

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